Lebensraum Altes Land – wir schützen Wasser, Wipfel und Wohngebiete

Neben dem Klimaschutz sind Natur- und Umweltschutz immer Kernthemen GRÜNER Politik gewesen. Das Alte Land ist mehr als blühende landwirtschaftliche Anlagen und großstädtisches Naherholungsgebiet: Wir leben an einem der großen Flüsse Europas inmitten einer einmaligen Kulturlandschaft, die es zu erhalten und zu schützen gilt.

Was bisher geschah

Die vergangene Legislaturperiode war im Bereich des Naturschutzes vor allem von vielen kleinen Aktionen geprägt, so z. B. vom Vorstoß des Bauhofs, auf ungenutzten Flächen der Samtgemeinde Blühwiesen einzurichten, die von der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen wurden. Aber wir GRÜNE sehen immer noch großen Handlungsbedarf.

Wie es weitergehen soll

Die landschaftsprägenden Laubbäume des Alten Landes haben bisher keine Lobby, die sie schützt. In der Samtgemeinde Lühe gibt es zwar ein Baumkataster für die Bäume auf öffentlichen Flächen, aber auf privaten Grundstücksflächen sind die grünen Riesen schutzlos dem Befinden der Eigentümer ausgesetzt. Ein erwachsener ortstypischer Baum ist nicht nur ein wertvoller Klimaverbesserer, sondern zugleich auch Rast-, Futter- und Nistplatz für die Vogelwelt und Nahrungsquelle für die bestäubenden Insekten, die wir im obstbaugeprägten Alten Land unbedingt benötigen. Wir GRÜNE fordern deshalb zum Schutz der Bäume die Verabschiedung einer Baumschutzsatzung für den gesamten Bereich der Samtgemeinde.

In und an der Elbe wurde in den letzten Jahren sehr viel gearbeitet, zum Wohle des Hamburger Hafens und zum Nachteil der Anwohnergemeinden. Elbvertiefung, Kreislaufbaggern, Verschlickung der Flachwasserzonen und Nebenflüsse und zunehmende Wassertrübung mit einhergehendem Sauerstoffmangel haben zu einer rapiden Abnahme der Fischbestände geführt. In der Folge haben sich z. B. die Schweinswale zurückgezogen. Robben und Seehunde treten mittlerweile den Rückzug an, weil ihnen die Fische als Nahrung ausgehen.

Dies muss sich ändern, z. B. durch Einstellung des Kreislaufbaggerei und der dadurch verursachten Eintrübung des Wassers und durch die Wiederherstellung der Flachwasserzonen als Laichgebiete für Fische. Wir GRÜNE setzen uns für ein regionsübergreifendes Gewässermanagement ein mit dem Ziel, die schädlichen Einflüsse zu reduzieren und die Situation der derzeit leidenden Elbe wieder zu verbessern.

In den Wohngebieten der Samtgemeinde Lühe sind die Straßenlaternen als Lichtpunkte zur Orientierung des fußläufigen Verkehrs ausgelegt und dienen nicht der Fahrbahnausleuchtung. Die Straßenlaternen werden derzeit in einigen Gemeinden nach Sonnenuntergang eingeschaltet und bei Sonnenaufgang ausgeschaltet. In den Wintermonaten ergibt sich somit eine Beleuchtungsdauer von bis zu 15 Stunden.

Das kritische Energiebewusstsein der Bevölkerung wächst, die Insekten werden weniger und zusätzlich noch von nächtlichen Lichtquellen in den Tod gelockt. Eine Dauerbeleuchtung halten wir nicht mehr für zeitgemäß.

Wir GRÜNE fordern daher die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik mit entsprechender Lichtlenkung in allen Mitgliedsgemeinden sowie die nächtliche Abschaltung zumindest in der Zeit zwischen März und Oktober.